Zahnarztpraxis Dr. Friederike Listander Zahnarztpraxis Dr. Friederike Listander

Parodontologie

Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates. Dazu gehören alle beteiligten Gewebearten, die den Zahn befestigen, wie Knochen, Fasern und Zahnfleisch. Diese Zahnbetterkrankung wird durch eine Infektion ausgelöst, deren Ursache in den Bakterien der Mundhöhle zu finden ist. Diese Bakterien vermehren sich in der Plaque, dem Zahnbelag, denn dort finden sie einen idealen Lebensraum. Es entsteht eine Zahnfleischentzündung, die Gingivitis. Wird zu diesem Zeitpunkt keine professionelle Zahnreinigung durch Ihr Praxisteam durchgeführt, kann über ein Fortschreiten dieser Entzündung, die als chronische Parodontitis schmerzlos verläuft, der Zahnhalteapparat zerstört werden.

Zeichen einer Parodontitis:

Zahnfleischbluten

Geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch

Zahnfleischrückgang; die Zähne wirken optisch länger

Lückenbildung zwischen den Zähnen, die Zähne wandern

Lockerung von Zähnen bzw. Zahnausfall

Schlechter Atem bzw. Mundgeruch

Schlechter Geschmack

Bei der Entstehung einer Parodontitis spielen die individuelle Körperabwehr des Patienten und Bakterien der Mundhöhle die entscheidende Rolle. Weitere Gründe für das Entstehen einer Parodontitis sind persönliche Risikofaktoren des Patienten wie z.B. Stress, Rauchen, Medikamenteneinnahme. Finden sich bei Ihnen oben genannte Symptome, ist es Zeit, uns aufzusuchen. Wir können Ihnen helfen, den drohenden Zahnverlust zu vermeiden! Parodontitis hat auch Auswirkungen auf Ihre allgemeine Gesundheit und können das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Diabetes fördern und stellen ein Risiko für Schwangere (mögliche Frühgeburt) dar.

Eine Parodontitis-Behandlung gliedert sich in mehrere Schritte und soll die Ursache der Erkrankung eliminieren, Ablagerungen am Zahnfleisch und erkranktes Gewebe schonend entfernen, dabei gesundes Gewebe erhalten, und vor einem Fortschreiten der Erkrankung schützen. Die wichtigste Behandlungsmaßnahme ist die Reinigung der erkrankten Zahnfleischtaschen von Bakterien, Beseitigung harter Ablagerungen (Konkremente), die Glättung der Zahnwurzeloberflächen und die schonende Entfernung erkrankten Gewebes. Dies alles geschieht schmerzlos unter örtlicher Betäubung des Zahnfleisches. Dabei können unterstützende medikamentöse (systemische Antibiose) und chirurgische Behandlungsmaßnahmen erforderlich sein. Bei starkem Knochenabbau kann heute mittels spezieller operativer Verfahren sogar die Knochenneubildung erfolgreich gefördert werden.

Grundlage einer erfolgreichen Parodontitistherapie ist in erster Linie eine intensive Mitarbeit des Patienten, die Bereitschaft zur optimalen Mundhygiene und seitens des zahnärztlichen Praxisteams eine umfassende Vorbehandlung in Form von professionellen Zahnreinigungen, Mundhygienedemonstrationen, Bestimmung der Bakterien (Bakterientest), etc. Wichtig und Grundvoraussetzung für einen langfristigen Behandlungserfolg ist eine intensive Nachsorge und professionelle Zahnreinigung, die alle 3 bis 4 Monate stattfinden.